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Die Geschichte von Nidwalden.

Nidwalden

Geschichte

 

Die Geschichte des Kantons Nidwalden ist naturgemäß eng mit der Geschichte der Schweiz und der anderen Kantone der Inneren Schweiz (Zentralschweiz) verbunden. Einige wichtige Daten mit lokalem Kantonsbezug sind sicherlich:

1291 die Kantone Uri, Schwyz und Unterwalden (Nidwalden, Obwalden) gründen die Eidgenossenschaft (drei Urkantone).

Mit den Jahren etablierten sich mehr und mehr Staatsformen wie Landsgemeinden und Gerichte. Wichtige Angelegenheiten wurde auch zwischen den Abgeordneten von Nidwalden und Obwalden gemeinsam besprochen. Trotzdem gab es immer einige Unterschiede zwischen den beiden Halbkantonen.

Am 9. Juli 1386 besiegte die Urkantone gemeinsam mit Luzern die Habsburger bei der Schlacht bei Sempach. Nidwalden war militärisch durchaus ein Gewicht und annektierte Gebiete von Bellinzona, Blenio und Riviera, die später ans Tessin gingen. Söldner aus Nidwalden waren europaweit gefragt.

Der Kanton stand der französischen Revolution ablehnend gegenüber. Nidwalden war stark von der katholischen Kirche geprägt, die Landwirtschaft der wichtigste Wirtschaftsfaktor. Nachdem Nidwalden mit weiteren Kantonen den Beitritt zur Helvetische Republik abgelehnt hatte, geriet es in Konflikt mit Frankreich. Am 9. September 1798 wurde Nidwalden trotz erbittertem Widerstand von französische Truppen eingenommen (Schreckenstage von Nidwalden) und es gab zahlreiche Opfer und Verwüstungen. Es gab viele Änderungen unter der französischen Besatzung, Nidwalden wurde Teil des Kantons Waldstätte.

Ab 1814 nach dem Ende Napoleons wurden viele Änderunge wieder rückgängig gemacht, Nidwalden wieder ein eigener Kanton. Wirtschaftlich immer noch stark durch die Landwirtschaft betsimmt, wanderten viele Nidwaldener aus (Elsaß, Preussen, Amerika). Im November 1847 führte Nidwalden mit den anderen zentralschweizer Kantonen (mit Freiburg und Wallis) den Sonderbundskrieg gegen die anderen liberalen Kantone.

Die liberalen Kantone setzten sich durch und es gab 1848 eine neue Verfassung für die Schweiz. Durch eine neue Verfassung (1877) wurden die Strukturen liberaler, 1965 gab sich Nidwalden wiederum eine sehr moderne neue Verfassung, 1997 wurde die Landsgemeinde abgeschafft.