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DAS BERGRENNEN KRIENS-EIGENTHAL. HEULENDE BOLIDEN IM STILLEN GELÄNDE

24
Nov.
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03
Mär.2019
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Als zum Autorennen anstatt zur Wallfahrtskirche gepilgert wurde.
Als zum Autorennen anstatt zur Wallfahrtskirche gepilgert wurde.

Insgesamt sieben Mal wurde das Eigenthaler Bergrennen durchgeführt. Erstmals fand es 1923 als Sektionsrennen des ACS statt. Der Sieger der «Bergprüfungsfahrt» mit einem Teilnehmerfeld von 22 Startenden hiess Eduard Koch, der seinen Fiat in 8 Minuten und 45 Sekunden vom Obernau ins Eigenthal jagte. Weitere Durchführungen des Rennens folgten in den Jahren 1928, 1929 und 1931 sowie 1964, 1966 und 1968. Das grösste Teil-nehmerfeld erreichte das «nationale Rennen mit internationaler Beteiligung» bei seiner letzten Durchführung mit 237 gemeldeten Fahrzeugen.

Anfänglich wurden die Fahrer noch auf der längeren Rennstrecke geprüft, sodass die waghalsigen Pilotinnen und Piloten mit ihren Automobilen auch die enge Hergiswaldbrücke passieren mussten. Später wurde oberhalb der historischen Brücke gestartet. Vor allem die Rennen der 1960er Jahre entwickelten sich zu eigentlichen Publikumsanlässen. Die Strecke wurde von tausenden Zuschauern gesäumt, die es sich nicht nehmen liessen, sich am Strassenrand kommod mit entsprechender Verpflegung einzurichten. Die Ausstellung beinhaltet zahleiche Fotografien und Dokumente zu den einzelnen Rennen und behandelt Fragen des automobilen Verkehrs in der Frühzeit und seinen Boomjahren.

Aus den 1960er Jahren zeigen wir Filmmaterial begeisterter Rennfahrer und lassen in Interviews Zeitzeugen zu Wort kommen. Das umfangreiche Archivmaterial macht deutlich, dass gewisse Kreise über den Rennbetrieb nicht nur erfreut waren. So beschwerte sich unter anderem der Kaplan der Wallfahrtskirche, dass er an Renntagen vor leeren Bänken predige. Immer wieder suchten die Rennveranstalter die Einigung mit den Opponenten. Im genannten Fall wurde vereinbart, dass der Rennstart vom 6. September 1931 um 10 Uhr, kurz nach Beendigung des Gottesdienstes, erfolgen könne.

Unseren Dank möchten wir an die öffentlichen Luzerner Institutionen wie Staatsarchiv, Stadtarchiv, Zentral- und Hochschulbibliothek und alle privaten Helfer richten, die zur Entstehung der Ausstellung beigetragen und grosszügigerweise wertvolle Leihgaben für die Präsentation zur Verfügung gestellt haben.

Hilar Stadler, Museum im Bellpark
Patrick Blank, Museum im Bellpark

Gut zu wissen

Datum
Samstag, 24. November 2018 - Sonntag, 03. März 2019
Lokalität
Museum im Bellpark
Luzernerstrasse 21
6010 Kriens
Kontakt
Museum im Bellpark
6011 Kriens
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6010 Kriens