loading ...
spinner

Schlaglicht-Rundgang: Söldner, Reissäckler, Pensionenherren

22
Sep.2021
Schlaglicht-Rundgang: Söldner, Reissäckler, Pensionenherren
Soeldner_Reissäckler_Pensionenherren_Ausstellung_NidwaldnerMuseum_Foto Christian Hartmann
×
Diskussion und Führung durch die Ausstellung mit PD Dr. Benjamin Hitz, Historiker und Verfasser der Dissertation "Kämpfen um Sold", sowie Carmen Stirnimann, Kuratorin Nidwaldner Museum.
Das Nidwaldner Museum folgt mit seiner aktuellen Ausstellung im Salzmagazin den zahlreichen Einzelschicksalen von Innerschweizer Söldnern sowie von Militärunternehmern. Im Zentrum stehen Fragen nach den wirtschaftlichen Verhältnissen im Umfeld des Söldnerwesens, thematisiert wird aber auch der Schrecken des Krieges, der Abschied, das Heimweh und die Rückkehr. Vom 15. bis Mitte 19. Jahrhundert waren eidgenössische Söldner von allen europäischen Mächten umworben. Die Fremden Dienste bildeten in dieser Zeit eine zentrale Einnahmequelle. Die Kriegsdienste waren für viele notwendig, sie waren aber bis zum nationalen Verbot im Jahr 1859 stets umstritten. In Nidwalden führte unter anderem die ungleiche Verteilung der Pensionenzahlungen immer wieder zu Unstimmigkeiten. Die Pensionenzahlungen waren Zahlungen ausländischer Mächte an den Kanton und an politisch einflussreiche Kreise, um Söldner werben zu können. Die Ausstellung soll aufzeigen, wie das Söldnerwesen entstand und wie es die Innerschweiz prägte. In dieser Zeitreise in die Zentralschweizer Vergangenheit wird auch versucht die Perspektive der einfachen Söldner aufzuzeigen. Einfach war das nicht, nur wenige Lebensläufe von Vertretern führender Familien, die in der Alten Eidgenossenschaft das Soldgeschäft beherrschten, sind bekannt. Auch bei den Söldnerführern weist die Geschichtsforschung grosse Lücken auf. Das gilt erst recht für das Schicksal einfacher Söldner.

Benjamin Hitz diskutiert mit Carmen Stirnimann, Kuratorin Nidwaldner Museum, über die Ausstellung "Söldner, Reissäckler, Pensionenherren - Ein Innerschweizer Beziehungsnetz" und die darin verhandelten Themen. In den Schlaglicht-Rundgängen erörtern und kommentieren Expertinnen und Experten aus der Kunst oder dem kulturhistorischen Bereich Themen und Objekte aus den Ausstellungen des Nidwaldner Museums. Ihre Sichtweisen eröffnen neue Perspektiven auf die Exponate.

Benjamin Hitz ist in Stans aufgewachsen und besuchte das Kollegium St. Fidelis. Er studierte an der Universität Lausanne Geschichte, Soziologie und Informatik/Statistik. Seine Dissertation "Kämpfen um Sold" zum frühneuzeitlichen Solddienst der Zentralschweiz hat er an der Universität Luzern im Rahmen des SNF-Projekts "Menschen als Ware" geschrieben. 2021 wurde er an der Universität Basel mit dem Projekt “Städtische Netzwerke und Gerichtsnutzung im Spätmittelalter” habilitiert; seit 2020 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Projekt Stadt.Geschichte.Basel.

Weitere Begleitveranstaltungen zur Ausstellung, organisiert vom Nidwaldner Museum und dem Historischen Verein Nidwalden unter: www.hvn.ch und auf www.nidwaldner-museum.ch

Gut zu wissen

Datum
Mittwoch, 22. September 2021 18:30
Lokalität
Nidwaldner Museum Salzmagazin
Stansstaderstrasse 23
6370 Stans
Preis
CHF 7.00 / CHF 4.00
Kontakt
Nidwaldner Museum
Mürgstrasse 12
6371 Stans
041 618 73 40
Homepage
http://www.nidwaldner-museum.ch
Export
Event in iCal/Outlook exportieren
 

Veranstaltungsort

Nidwaldner Museum Salzmagazin
Stansstaderstrasse 23
6370 Stans