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Schwingen - der Schweizer Traditionssport

Hosenlupf wird der Schwingsport umgangssprachlich genannt. Zwei Schwinger kämpfen im Sägemehlring. Sie versuchen, mit Schwüngen den Gegner auf den Rücken zu legen. Pro Kampf (Gang) werden Noten verteilt.

Die Schwinger messen sich an verschiedenen Schwingfesten. Alle drei Jahre wird der «Schwingerkönig» am Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest gekürt. Am Ende eines Schwingfests gewinnt der Schwinger oder die Schwingerin mit der höchsten Gesamtpunktzahl. Schwingen ist eine männerdominierte Sportart. Es gibt nur wenige Frauen, die diese Sportart ausüben.

Nidwaldner Schwingfeste

Die Schwinger, auch «die Bösen» genannt, treffen sich im Kanton Nidwalden zum «Allweg-Schwinget» in Ennetmoos, dem «Hallenschwinget» in Engelberg, dem «Buebä Schwinget Mattgrat» und «Buebä Schwinget Aeschi». Zudem findet jedes Jahr das Ob- und Nidwaldner Kantonalschwingfest in einer Obwaldner oder Nidwaldner Gemeinde statt.

Farbig oder weiss

An der Kleidung des Schwingers erkennt man, welche Wurzeln er hat. Der Sennen-Schwinger kommt aus dem bäuerlichen Umfeld und kleidet sich jeweils mit einem farbigen Hemd und dunkler, langer Hose. Der Turner-Schwinger steht hingegen mit einem weissen Leibchen und weissen Hosen im Sägemehlring. Lange Zeit zeigte dieser Unterschied auch auf, ob man aus einer ländlichen oder städtischen Region stammte.

Steinstossen

Das Steinstossen ist eng mit dem Schwingsport verbunden und ist an grösseren Schwingfesten ebenfalls anzutreffen. Diese Sportart wird zählt zu den ältesten überhaupt, erste Erwähnungen gehen bis ins 13. Jahrhundert zurück. Es gibt drei verschiedene Steingewichte (20 kg, 40 kg und Unspunnenstein), welche mit Anlauf über eine möglichst lange Distanz geworfen werden.

 

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